Seniorenuniversität (D)

Vorschau

Hier finden Sie Hinweise auf kommende Vorträge. Die Zusammenfassungen sollen Ihnen helfen, die Ihnen besonders zusagenden Veranstaltungen nicht zu verpassen! Soweit möglich werden wir auch Links zu den Webseiten der Vortragenden angeben.

 

Freitag, 25. Mai 2018, 14.15 h, HG Aula

Landschaften der Schweiz und ihr geologischer Hintergrund

Prof. em. Dr. Adrian Pfiffner, Institut für Geologie,
Universität Bern

Der Felsuntergrund bestimmt zusammen mit den Prozessen der Erosion das Landschaftsbild der Schweiz nachhaltig. Beim Felsuntergrund spielt neben der Gesteinszusammensetzung die Architektur der Gesteinsschichten eine wesentliche Rolle. Mächtige Kalksteinschichten verursachen hohe Felswände, granitische Gesteine steile felsige Hänge mit scharfen Gräten. Aus den Formen der Täler lassen sich die für die Talbildung relevanten Prozesse ableiten. Kerbtäler die durch fliessendes Wasser entstehen wie auch Trog- und Sohlentäler, bei welchen die Wirkung des Eises eine Rolle spielt, verlaufen im Kartenbild scheinbar wahllos in verschiedenen Richtungen. Meist ist die Struktur des Felsuntergrundes der wichtigste Parameter für die Anlage der Richtung des Tales. Zertrümmerte Gesteine längs Brüchen in der Erdkruste oder Lagen von leicht erodierbaren Gesteinen beschleunigen lokal den Abtrag und beeinflussen die Talanlage. In den Alpen sind mehrere Kilometer Gestein abgetragen worden. Die heutige Morphologie enthält deshalb noch Spuren von uralten Landschaften.

 

Freitag, 1. Juni 2018, 14.15 h, HG Aula

Selbstdisziplin und Willenskraft

Prof. Dr. Alexander Bertrams, Institut für Erziehungswissenschaft,
Universität Bern

Je nach Zeit und (Sub-)Kultur sind mit dem Wort „Selbstdisziplin“ mehr oder weniger positive Konnotationen verbunden. Etliche empirische Befunde zeigen eindrücklich, dass sie für persönliche Leistungen und das Erreichen von Zielen, aber auch für das Wohlbefinden, bedeutsam ist. In der wissenschaftlichen Psychologie wurde und wird Selbstdisziplin unter dem Begriff „Selbstkontrolle“ ausgiebig erforscht. Dabei werden die Unterschiede zwischen Menschen in ihrer Kapazität, akute Reaktionstendenzen zu unterdrücken (z.B. kein begehrtes drittes Tortenstück essen), um höhere Ziele zu erreichen (z.B. Gesundsein), betrachtet. Daneben gibt es die (allerdings heftig diskutierte und kritisierte) Vorstellung, dass Menschen eine begrenzte Willenskraftressource für die Selbstdisziplin haben, die sich vorübergehend erschöpfen kann. Der Vortrag wird einen Einblick in dieses spannende Forschungsfeld geben. Es wird auch angesprochen, wie man seine Selbstdisziplin ein Stück weit verbessern kann.